CTRL+INCLUDE
Digitale Technologien mitgestalten
Über das Projekt
Kinder und Jugendliche reflektieren in CTRL+INCLUDE die gesellschaftlichen Auswirkungen technologischer Entscheidungen und erkennen deren Bedeutung für Teilhabe, Inklusion, Fairness und nachhaltige digitale Entwicklung. Sie erfahren und reflektieren, wie Technologien Entscheidungen treffen und welche Rolle dabei Biases spielen können. Dadurch wird ein Bewusstsein für verantwortungsvolle Technologiegestaltung gefördert.
Das Projekt wird im Rahmen des Programms Talente regional von der FFG gefördert.
Laufzeit: 01.05.2026 – 30.04.2028
Projektpartner:innen:
- nowa – Training, Beratung, Projektmanagement
- AIT Austrian Institute of Technology GmbH
- Independo GmbH
- WOMENTOR
Schulische Bildungseinrichtungen:
- GEPS Marktgasse
- GRLG 17 Geblergasse
- GTPMS Barbara Prammer Schule
- OVS 10 Laarbergstraße 170
- Schulzentrum HTL HAK Ungargasse
Projektziele
- Digitale Handlungsmacht fördern
- Gestaltungskompetenz aufbauen
- Verantwortungsbewusstsein stärken
Digitale Technologien prägen den Alltag junger Menschen umfassend – von Kommunikation über Unterhaltung bis zum Lernen. Trotz ihrer selbstverständlichen Nutzung fehlt häufig das Verständnis dafür, wie digitale Systeme entstehen und welche Werte und Entscheidungen ihnen eingeschrieben sind. Plattformen wie TikTok, Instagram oder YouTube wirken neutral, obwohl algorithmische Logiken, wirtschaftliche Interessen und gesellschaftliche Strukturen bestimmen, welche Inhalte sichtbar werden. Auch KI-Anwendungen erscheinen objektiv, obwohl sie menschliche Perspektiven widerspiegeln. Damit entsteht das Bild einer Technologie, die einfach „funktioniert“, scheinbar neutral und objektiv. In Wirklichkeit entscheiden digitale Systeme jedoch darüber, welche Informationen sichtbar sind, wie Kommunikation funktioniert und wer Zugang zu Wissen oder Bildung hat. Gleichzeitig prägen sie, wessen Perspektiven, Bedürfnisse und Lebensrealitäten in der Entwicklung technischer Systeme berücksichtigt werden – und wessen nicht. (UNESCO 2021; OECD 2022).
Das Projekt „CTRL+INCLUDE – Digitale Technologien für alle gestalten“ setzt genau hier an. Jugendliche sollen verstehen, dass Technologie nicht neutral ist, sondern gestaltet werden kann, mit Chancen für Teilhabe und Inklusion, aber auch Risiken, wenn die Verantwortung in der Gestaltung und Entwicklung nicht bewusst wahrgenommen wird. Sie erfahren, dass technologischer Fortschritt immer Entscheidungen darüber beinhaltet, für wen etwas gestaltet wird, welche Werte eingeschrieben sind und welche sozialen Auswirkungen dies hat.
Im Projekt wird daher vermittelt, dass technologische Entwicklung immer Entscheidungen erfordert, darüber, für wen etwas gestaltet wird, welche Werte darin abgebildet sind und welche Folgen diese Entscheidungen haben können. Jugendliche lernen in Workshops und Hands On Formaten, dass Technologie sowohl Chancen als auch Gefahren birgt, und dass verantwortungsvolle Gestaltung der Schlüssel ist, um digitale Innovation im Sinne der Gesellschaft einzusetzen.
Sie sind interessiert am Projekt? Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte:
Heidi Gaube