Fem4Forest

Interreg Danube Transnational Programme - Fem4Forest
Project co-funded by European Union funds (ERDF, IPA, ENI)
Projektnummer: DTP3-500-1.2 Fem4Forest
http://www.interreg-danube.eu

FEM4FOREST – Wald in Frauenhänden

FEM4FOREST will die bessere Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt und in die Entscheidungsprozesse im Forstsektor des Donauraums erreichen. Mit innovativen Methoden und anhand von Best Practise Beispielen wird gezeigt, dass der Forstsektor gestärkt wird, wenn sich Frauen auf verschiedenen Ebenen (lokal, regional) aktiver einbringen. Zentrale Zielgruppen sind Waldbesitzerinnen und im Forstbereich tätige Frauen.

Informationen zum Projekt

Aktuelles:

Internationale Forstfrauenkonferenz 2022

Am Waldcampus in Traunkirchen fand am 27. und 28. Mai 2022 die 3. internationale Forstfrauenkonferenz statt. Auf Initiative der Obfrau der Forstfrauen in Österreich, DIin Dagmar Karisch-Gierer und des internationalen Forstfrauenprojekts Fem4Forest fanden sich mehr als 70 Teilnehmer*innen aus 13 Ländern Europas am größten forstlichen Bildungskompetenzzentrum Europas ein. Zentrale Themen der Konferenz spannten sich vom Stärken und Vertiefen des internationalen Netzwerkes bis zur Erarbeitung von konkreten Aktivitäten und Maßnahmen, um eine verstärkte Teilhabe von Frauen in der Forst- und Holzwirtschaft Europas zu erreichen.

Projektpartner*innen aus Fem4Forest präsentierten Ergebnisse und konkrete Aktivitäten aus Erhebung, Sensibilisierungskampagne, Trainings- und Mentoring Programm.

Als historisch kann die Willensbekundung von Forstfrauenorganisationen aus der Ukraine, aus Polen, aus Island, Deutschland, Slowenien und Österreich bezeichnet werden. Gemeinsam arbeiten Vertreterinnen aus diesen 6 Ländern daran, bis Ende 2022 einen internationalen Dachverband zu gründen. In einer sehr spannenden und interessanten Präsentation wurde den Teilnehmer*innen der Konferenz dieses Vorhaben vorgestellt.

Vernetzung, Kommunikation, Kooperation und Wissenstransfer bildeten die Basis dieser zukunftsweisenden Konferenz für Frauen in der Forst- und Holzwirtschaft. Eine Exkursion zum Forstbetrieb Stift Kremsmünster ins Almtal, der von einer Wirtschaftsführerin geleitet wird, unterstützte das Miteinander und zeigte, dass Frauen in der Forstwirtschaft ihren Platz haben.


Fotoshooting Fem4Forest

Der Waldverband Steiermark beschäftigt sich bereits Jahre mit der Aufgabe, den Stellenwert von Frauen in der Forstwirtschaft zu stärken. Beschämend stellte sich da der Umstand dar, dass auf der Suche in den Fotoarchiven nach entsprechenden Botschaften von Frauen aus der Forst- und Holzwirtschaft zwar 100.000e Fotos in den digitalen Speicher, aber nur vereinzelt Fotos von Frauen bei der Forstberatung, bei der Waldpflege, bei der Waldarbeit usw. gefunden wurden.

Als wir in einem Onlinemeeting im Rahmen von Fem4Forest auf diesen Aspekt hinwiesen, kam vom Landtagsabgeordneten Alexander Pinter spontan die Zusage, ein Fotoshooting, welches Frauen in der Forst- und Holzwirtschaft zeigt, finanziell zu unterstützen. Danke an dieser Stelle dem Landtagsklub der Grünen in der Steiermark. Am 11. Mai 2022 konnten wir bei wunderschönem Wetter im Murtal nahezu die gesamte Holzwertschöpfungskette mit einer Fotoserie, die Frauen dabei zeigt, was sie mit großer Leidenschaft täglich bewerkstelligen, abbilden. Ein großer Dank an unsere Models und für die Unterstützung geht an Waldbäuerin Heidi Brantner aus Knittelfeld, an Alexandra Frewein, Waldbäuerin aus Kobenz, an Waldbäuerin Christine Brandner aus St. Michael, an Waldbauer Thomas Zechner aus Knittelfeld, an Monika und Hannes Bichler, Sägewerksfamilie bei Kobenz, an Helena Zechner und Rupert Liebfahrt vom Waldverband Murtal, an Robert Schmid vom Waldverband Leoben, an das Holzernte- und Holztransportunternehmen KraWe und an die Obfrau der Forstfrauen Dagmar Karisch-Gierer.


Wald in Frauenhänden – Internationale Forstfrauenkonferenz von 26.-28. Mai 2022

Download als pdf:
Postkarte 1
Postkarte 2


Die Forstfrauen und das Projekt Fem4Forest laden ein zur Konferenz 2022 “Wald in Frauenhänden – Wurzeln und Wachstum für die Zukunft” am 26.-28. Mai 2022 am WALDCAMPUS Österreich!

Näheres unter: https://www.forstfrauen.at/de/konferenz-2022

Zahlen und Fakten zu Frauen in der Forstwirtschaft in der Donau Region

Die Broschüre „Facts and Figures regarding women in forestry in Danube region bietet einen Überblick über den Forstsektor, über weiblichen Waldbesitz und Frauen, die in der Forst- und Holzwirtschaft im Donauraum beschäftigt sind.

Für die Inhalte dieser Broschüre wurden zentrale Erkenntnisse aus dem Statusbericht des Projekts entnommen und Ergebnisse aus Fem4Forest-Umfragen mit Waldbesitzerinnen und Forstfachleuten (n=880) flossen ein.

Die Broschüre definiert Benchmarking-Indikatoren, die eine gleichgestellte Präsenz von Frauen im Wald unterstützen und es Frauen ermöglicht, ihre Kompetenzen im Arbeitsmarkt der Forst- und Holzwirtschaft einzubringen. Diese Benchmarking-Indikatoren leisten Unterstützung, das Kommende besser zu bewerten und Fördermodelle für die verstärkte Beteiligung von Frauen im Forstsektor des Donauraums zu implementieren.

Schlüsselbotschaften I

  • Forstwirtschaft und forstbasierte Industrien sind der Schlüssel zur positiven ländlichen Entwicklung
  • Die Forschungsergebnisse aus dem Projekt Fem4Forest unterstreichen, dass der Sektor sehr stark von Männern dominiert ist
  • Der Forstsektor verändert sich – insbesondere im Hinblick auf den Klimawandel und die Veränderung der gesellschaftlichen Ansprüche an den Wald – und unbestritten sind Frauen ein sehr wichtiger Teil für diese Transformation
  • Die große Mehrheit hält die Vertretung von Frauen in der Forstwirtschaft für unbefriedigend

Schlüsselbotschaften II

  • Es gibt weibliche Vorbilder, die bereits heute unterschiedliche Perspektiven in Forst- und Holzwirtschaft einbringen und zu effizienten Lösungen beitragen
  • Frauen sind aktiv und immer häufiger in der Branche beschäftigt
  • Ihr großes Interesse an aktuellen Themen wie Anpassung an den Klimawandel, Naturschutz, Waldpflege und Waldplanung tragen zu einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung bei
  • Frauen sorgen mit ihrem Engagement für eine nachhaltige Umwelt

Schlüsselbotschaften III

  • Weibliche Forstfachleute sind anerkannte Mitglieder der Forstwirtschaft und als Führungspersonen stark respektierte Persönlichkeiten der Belegschaften
  • Forstfachfrauen üben ein breites Spektrum an Tätigkeiten aus
  • Unterschiedliche Klischees, familiäre Betreuungspflichten, berufliche Mobilität und Teilzeitarbeit erschweren es Frauen massiv, Führungsrollen in Forstbetrieben, Verwaltungen und Interessenvertretungen übernehmen zu können
  • Frauen arbeiten im Forstsektor, weil die Jobs abwechslungsreich sind und die Arbeit einen besonderen Sinn ergibt

Hier finden Sie die Broschüre: Facts and Figures regarding women in forestry in Danube region

Kampagne für die Bewusstseinsbildung

Der Waldmontag – der digitale Holzstammtisch bringt verschiedenste Themen, die für die Forstwirtschaft wichtig sind, niederschwellig und informativ in die Wohnzimmer von Waldbäuerinnen, Waldbauern und der an der Waldbewirtschaftung interessierten Bevölkerung.

Am Montag, dem 21. März 2022 lautete das Thema des Waldmontags

Wald in Frauenhänden

Wir schaffen Bewusstsein, damit Gerechtigkeit der Geschlechter auch für die Forstwirtschaft einen unschätzbar großen Gewinn bringt.

Die Sensibilisierungskampagne des Projekts Fem4Forest soll Unternehmen, Organisationen und relevante Akteur*innen informieren, sensibilisieren und motivieren, Frauen als gleichberechtigte Akteur*innen in der Forstwirtschaft einzusetzen.

Heide Gaube und Eva Janusch präsentierten beim Waldmontag Ergebnisse aus einer Umfrage, die im Rahmen des Projekts durchgeführt wurden.

30% der Waldbesitzungen in der Steiermark sind in weiblicher Hand und diese nennen rund 25 % der Waldflächen ihr eigen. Der Forstsektor ist ein traditionell stark männlich konnotiertes Arbeitsgebiet, es gibt in Bezug auf Gleichstellung und Karriereförderung von Frauen noch viel zu tun.

Die Expertinnen vom Verein nowa in Graz brachten in ihrem Beitrag wesentliche Punkte, warum es sich lohnt hinzuschauen:

  • Steigender Bedarf an Fachkräften – Frauen sind eine wichtige Personalressource
  • Unterschiedliche Potentiale und Zugänge setzen Innovationskräfte frei und tragen zu effizienteren Lösungen bei
  • Wettbewerbsvorteile in ländlichen Regionen sichern – die Abwanderung von qualifizierten Frauen entgegenwirken

Die Aufzeichnung des Waldmontags steht zum Nachsehen auf dem YouTube Kanal des Waldverband Steiermark zur Verfügung.

Der Link dazu: https://www.youtube.com/watch?v=hOb07Cmm32o&t=958s

Mit Postkarten deutliche Botschaften verbreiten!

Die österreichischen Projektpartner im Projekt Fem4Forest präsentieren die ersten Postkarten im Rahmen der Sensibilisierungskampagne. Die Postkarten verstehen wir als Motivkarten, die die Aufgabe haben, „Key Messages“ – zentrale Schlüsselbotschaften – in die Öffentlichkeit zu bringen.


Download:
Postkarte 1
Postkarte 2
Die Postkarten sind auch als Printversion erhältlich.
Anfragen unter: eva.janusch@nowa.at

Faktencheck

Fem4Forest Factsheet

Wir präsentieren weibliche Vorbilder

Im Projekt FEM4FOREST beschäftigen wir uns sehr intensiv mit der Frage, was es braucht, damit Frauen in der Forstwirtschaft mehr Stellenwert bekommen. Aus vielen Rückmeldungen kommt ein Aspekt sehr klar zum Vorschein. Es braucht Vorbilder in der Öffentlichkeit, die aufzeigen, dass es möglich ist, dass auch ich es schaffen kann. Wir präsentieren hier einige

erfolgreiche Role Models aus dem Forstsektor:

Kampagne für Bewusstseinsbildung

Wald in Frauenhänden – Waldspaziergänge für Frauen stärken die Forstwirtschaft auf vielfältigen Ebenen
Bildrechte: Maximilian Handlos

Seit 1. Juli 2020 arbeiten die steirischen Organisationen nowa aus Graz, die Forstliche Ausbildungsstätte Pichl und der Waldverband Steiermark gemeinsam im internationalen Projekt FEM4FOREST – Wald in Frauenhänden.

Nach der Erarbeitung des Berichts über die aktuelle Situation von Frauen in der Forstwirtschaft, startet aktuell eine Kampagne zu Bewusstseinsbildung und in weitere Folge Trainingsprogramme und Sensibilisierungsworkshops.

Verlust von großem Potential

Wenn in der Forstwirtschaft Frauen auf organisatorischer und personeller Ebene nicht berücksichtigt werden, verliert der Sektor enormes Potenzial. Dies wirkt sich auf Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft aus und ist auch im Hinblick auf den Ressourceneinsatz wichtig. Besonders in den ländlichen Räumen mit seiner demografischen Entwicklung und dem Problem der Arbeitsmigration zieht die Nichteinbeziehung von Frauen kritische Entwicklungen mit sich. Die Integration von Frauen in Unternehmen und Institutionen in neue Arbeitsfelder eröffnet ihnen Chancen. Weltweite Erfahrungen aus der Forstwirtschaft belegen die Vorteile von gemischtgeschlechtlichen Teams, insbesondere in traditionell männerdominierten Berufsfeldern. Die Vorteile reichen von anderen Problemlösungsstrategien, anderen Perspektiven bis hin zu einer Verbesserung des Arbeitsumfelds.

Fehlende Geschlechtergerechtigkeit

Frauen sind mit systemischen Barrieren konfrontiert – von patriarchalen sozialen Normen, Geschlechterstereotypen und Vorurteilen, bis hin zu diskriminierenden Gesetzen und Praktiken – die ihren Zugang zu entsprechenden Positionen verhindern und sie daher von Entscheidungsprozessen ausschließen. Frauen, die in männerdominierten Berufswelten, wie sie die Forstwirtschaft repräsentiert, tätig sind, stehen vor vielfältigen Herausforderungen:

  • Diskriminierung durch Stereotypen
  • Erwartungen und Überzeugungen über die Rolle einer Frau in der Gesellschaft
  • Fehlende Unterstützung durch Mentoring und fehlende Entwicklungsmöglichkeiten für Frauen, um Karrieren machen zu können

Diese Herausforderungen sind der Grund, warum diese Kampagne im Projekt entwickelt wurde. Erkenntnisse und eine Sensibilisierung bezüglich der Möglichkeiten für Frauen sollen verbreitet werden und den Zielgruppen Strukturen und Zugänge in der Forstwirtschaft präsentiert werden. Es ist wichtig, dass Schlüsselakteur*innen in den Prozessen der Forstwirtschaft auf die Umsetzung der Geschlechtergerechtigkeit hinwirken.

Bewusstes Auseinandersetzen schaffen Die Sensibilisierungskampagne des Projekts Fem4Forest soll Unternehmen, Organisationen und relevante Akteur*innen informieren, sensibilisieren und motivieren, Frauen als gleichberechtigte Akteurinnen in der Forstwirtschaft einzusetzen. Das Modell der Sensibilisierungskampagne wird die Erkenntnisse aus den bisher erarbeiteten Projektergebnissen berücksichtigen und Schwächen und Chancen in Bezug auf die Gleichstellung der Geschlechter in der Forstwirtschaft identifizieren. Die Kampagne unterstützt als integraler Bestandteil in weiterer Folge die Umsetzung des Trainings- und Mentoring-Programms. Die Kampagne arbeitet im Projekt eng mit dem Arbeitspaket Kommunikation zusammen, um diese besondere Herausforderung auch in die breite Öffentlichkeit transportieren zu können.

Transnational Gender Reflected Guidelines

Am 26.05.2021 wurden in einem transnationalen Workshop die von nowa erarbeiteten Transnationalen Geschlechterreflektierenden Guidelines vorgestellt. Vertreter*innen aus den Partnerländern der Donauregionen nahmen am Treffen teil.

Die Guidelines umfassen

  • eine Zusammenfassung der Situation von Frauen in der Forstwirtschaft in der Donauregion
  • grundlegende Informationen zu Gender Mainstreaming und der Gleichstellung von Frauen und Männern inkl.  Begrifflichkeiten und Interventionsmodell
  • eine kurze Beschreibung der Situation in Bezug auf Gleichstellung von Frauen und Männern in allen 10 Partnerländern
  • Handlungsansätze und Empfehlungen für die Praxis

Der Workshop hatte das Ziel, ein gemeinsames Verständnis von Geschlechtergleichstellung zu etablieren und wird die 14 Projektpartner bei der Entwicklung und Umsetzung gleichstellungsorientierter Aktivitäten im Forstsektor unterstützen. Sie agieren als Multiplikator*innen und Expert*innen auf nationaler Ebene in 10 Ländern der Donauregion.


Erste Projektergebnisse

Das internationale Projekt Fem4Forest startete am 1. Juli 2020 mit 14 Partnerorganisationen aus zehn Ländern des Donauraumes. Die steirischen Projektpartnerorganisationen nowa aus Graz, Forstliche Ausbildungsstätte Pichl und Waldverband Steiermark erhoffen sich durch dieses Projekt eine maximale Nutzung der Potenziale und eine facettenreiche Sichtweise auf Themen und Herausforderungen, mit denen Frauen in der Forstwirtschaft konfrontiert sind.

Der übergeordnete Beitrag des Projekts liegt in der Steigerung der Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der Forstbranche, der Regionen und der Länder des Donauraums.

Die ersten Projektschritte konnten mit der Erarbeitung des Berichts

“REPORT ON CURRENT SITUATION AND POSITION OF WOMEN IN FORESTRY IN DANUBE REGION”

abgeschlossen werden. Bis zur offiziellen Veröffentlichung des Berichts gegen Ende des Jahres 2021 bringen wir einen Vorabeinblick in die Situation von Frauen in der Österreichischen Forstwirtschaft: Auszug aus dem Projektbericht

Aktuell arbeiten die Projektpartner*innen an der Umsetzung eines regionalen Online Workshops, um die ersten Ergebnisse präsentieren zu können. Die nächsten Schritte umfassen das Einholen von Erfahrungen von Frauen in der Forstwirtschaft mittels Online Fragebogen, persönlichen Interviews und Runder Tische, um in größeren Teilnehmer*innenkreisen Grundlagen für die Ausarbeitung notwendiger Schritte für eine bessere Integration von Frauen zu erzielen.

Erfolgreiche Konferenz:

“FORESTS IN WOMEN’S HANDS”

Am 29. Oktober 2020 organisierte das Forstinstitut Slowenien (GIS) einen Kick-off-Event für das Projekt „Forests in Women’s Hands“ in Form einer internationalen Webkonferenz .

GIS ist Leadpartner des Projekts Fem4Forest: Forests in Women’s Hands, österreichische Partner sind FAST Pichl, Waldverband Steiermark und nowa. Auch die 3 assoziierten Partner aus der Steiermark, LFS Grabnerhof, INA und LIECO, nahmen an der Konferenz teil.

Ziel der Konferenz war es, dieses am 1. Juli gestartete Projekt, dessen Partner aus dem gesamten Donauraum kommen, vorzustellen und Beispiele für Best Practices für Frauen in der Forstwirtschaft aufzuzeigen.

Die Schwerpunkte des Projektes Fem4Forest:

  • gezielte Förderung der Integration von Frauen in die Forstwirtschaft
  • Erfahrungsaustausch unter den Projektregionen
  • Aufbau eines neuen Stakeholder-Netzwerkes in der Forstwirtschaft

Forstfachleute, EntscheidungsträgerInnen und weitere AkteurInnen des Forstsektors aus allen Partnerländern des Fem4Forest-Projekts und darüber hinaus waren zur Konferenz eingeladen, und 136 Personen (88% Frauen, 12% Männer) aus 17 Ländern nahmen an dieser erfolgreichen Veranstaltung teil (Tabelle 1). Die meisten TeilnehmerInnen kamen dabei aus Slowenien, der Ukraine und Österreich, aber auch VertreterInnen aus anderen Kontinenten nahmen teil.

Tabelle 1 Herkunftsländer der Konferenzteilnehmenden

Die meisten TeilnehmerInnen kamen aus Bildungs- und Forschungseinrichtungen, verschiedenen Interessengruppen und NGOs sowie aus dem Forstdienst (Tabelle 2).

Tabelle 2 Berufliche Herkunft der Teilnehmenden

Die Teilnehmenden waren mit dem Inhalt sowie der Durchführung der Veranstaltung sehr zufrieden und bestätigten, dass ihre Erwartungshaltung an die Konferenz erfüllt werden konnte (Tabelle 3). Die meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer teilten die Meinung, dass es eine solche Initiative und die vorgestellten Best Practices im Donauraum braucht, um Frauen in der Forstwirtschaft einen den Männern gleichwertigen Stellenwert geben zu können.

Tabelle 3 Einschätzung der Konferenzteilnehmenden

Lesen Sie den vollständigen Bericht der Veranstaltung hier:
Kick-Off-Event Fem4Forest: Forests in Women’s Hands

Projektbeschreibung

Das Projekt Fem4Forest startete im Juli 2020 und bindet 14 Partner aus zehn Ländern (Slowenien, Kroatien, Österreich, Deutschland, Bosnien und Herzegowina, Serbien, Rumänien, Tschechien, Bulgarien und Ukraine) ein. Die Finanzierung erfolgt über das Programm Interreg Danube Transnational. Führender Projektpartner ist das Slowenische Forstinstitut mit der Projektleiterin Dr.in Nike Krajnc. Von österreichischer Seite sind drei steirische Institutionen als Projektpartner beteiligt: Der Verein nowa, die Waldverband Steiermark GmbH (beide mit Sitz in Graz) und die Forstliche Ausbildungsstätte Pichl in St. Barbara im Mürztal – drei Partner, die bereits langjährige Erfahrung zum Thema mitbringen.

Im Rahmen des Fem4Forest-Projekts werden wir die verschiedenen Rollen von Frauen in der Forstwirtschaft und in der Wertschöpfungskette Forst-Holz beleuchten. Wir werden verschiedene Möglichkeiten für eine aktive Teilhabe von Frauen an der Waldbewirtschaftung sowie am Arbeitsmarkt und auf verschiedenen Entscheidungsebenen analysieren. Durch eine Reihe von Pilotprojekten sowie den Transfer von Ideen und Best Practice-Beispielen im Donauraum werden wir verschiedene Möglichkeiten für eine stärkere Einbindung von Frauen identifizieren.

Das Hauptziel von Fem4Forest ist die Stärkung des Forstsektors auf nationaler, lokaler und regionaler Ebene im Donauraum. Durch die intensive Beteiligung von Akteurinnen wird Gleichstellung gefördert und die Kompetenzen von Frauen werden aktiv genutzt. Das Projekt bietet einen neuen und innovativen Ansatz für Bildung und Mentoring, der eine gestaltende Rolle von Frauen in der Forstwirtschaft ermöglicht.

Auf Grundlage einer vergleichenden Studie und einer Auswahl von Best Practices werden wir verschiedene bestehende Beschäftigungs- und Beteiligungsmöglichkeiten für Frauen in der Forstwirtschaft in den teilnehmenden Ländern vorstellen, weiterentwickeln, aber auch neu konzipieren. Die geplanten Aktivitäten orientieren sich am tatsächlichen Bedarf und zielen auf drei wichtige Komponenten ab – gesellschaftliche Teilhabe auf allen Ebenen, Gleichstellung der Geschlechter und wirtschaftliche Unabhängigkeit. Fem4Forest fördert die Einbeziehung aller relevanten Akteurinnen und Akteure, die im Rahmen des Projektes ihre Bedarfe einbringen und Beispiele für bewährte Verfahren aktiv mitgestalten können. Ziel ist die Entwicklung eines Fem4Forest-Modells für aktive Teilhabe von Frauen in der Forstwirtschaft (bedarfsorientierter Aktionsplan, Sensibilisierungskampagne, Mentoring- und Schulungsprogramm). Indem wir das Beschäftigungs- und Abwanderungsproblem junger Frauen in ländlichen Gebieten adressieren, werden wir auch langfristig zu einem höheren Beschäftigungsniveau in den ländlichen Regionen des Donauraums beitragen.

In Österreich sind rund ein Drittel aller Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer Frauen – diese sind jedoch in der Öffentlichkeit, aber auch in forstlichen Kreisen nur selten sichtbar. Mit dem Verein Forstfrauen, einem Netzwerk für Frauen in der Forst- und Holzwirtschaft (gegründet 2003), und dem Projekt „Wald in Frauenhänden“, das auf regionaler Ebene bereits 2011 vom Waldverband Steiermark gestartet wurde, wurden insbesondere in der Steiermark bereits Aktivitäten zur Vernetzung und Unterstützung von Frauen in der Forstwirtschaft gesetzt. Diese Aktivitäten und Erfahrungen werden als Best Practice-Beispiele einen wertvollen Beitrag zum Projekt Fem4Forest leisten und auf dieser Basis weiterentwickelt und um neue Aspekte ergänzt werden.

Österreichische Partner

nowa Training Beratung Projektmanagement, Graz
Waldverband Steiermark, Graz
Forstliche Ausbildungsstätte Pichl, St

Österreichische Assoziierte Partner

Land- und Forstwirtschaftliche Fachschule Grabnerhof, Admont
Bildungsinitiative INA der Steiermärkischen Landarbeiter*innenkammer, Graz
LIECO GmbH – Liechtenstein Forstpflanzen Gesellschaft m.b.H, Kalwang

Kooperationspartnerinnen

Forstfrauen (Verein zur Vernetzung von Frauen in der Forstwirtschaft)

PROJEKT ID:

TITLE: Forests in women ‘s hands
Acronym: Fem4Forest
Projekt Nr.: DTP3-500-1.2 Fem4Forest
Start: 1.07.2020 Ende: 31.12.2022
Projektbudget: €1.6 Millionen
Partner: 14 Partner aus zehn Ländern (7 ERDF, 2 IPA, 1 ENI-UA), davon drei aus Österreich
Assoziierte Partner: zehn Partner, davon drei aus Österreich

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