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Kleine Zeitung März 2009

 

Der Frau Ingenieur ist wirklich nichts zu schwer

 

Eigentlich wollte Silvia immer schon was Teschnisches machen. Trotzdem landete sie in einer Handelsakademie und machte dort auch ihre Matura. Heute ist sie 25, absolviert das HTL- Kolleg Maschinenbau und Anlagentechnik und lernt drehen, fräsen, schweißen, den Umgang mit Maschinen und vieles mehr aus der Technikwelt. „Mir gefällt’s total gut“, so Silvia.

Diesen Lehrgang hat es bis zum heurigen Schuljahr nur als sechssemestrige Abendschule gegeben. „Für die Einreichung als viersemestrigen Schulversuch musste ein sinnvolles Gesamtkonzept entwickelt werden“, erinnert sich Bernd Nussmüller, Chef der Bulme Akademie. Das HTL- Kolleg wurde für 2 Durchgänge genehmigt.

 

Schnuppern und Entscheiden

 

Silvia hat aus dem Internet vom Kolleg-Informationstag erfahren. „Voraussetzung für das Kolleg ist eine sechswöchige Technikwerkstatt, bei der Frauen ihre Technikkompetenz erproben können“, erklärt Gertrude Peinhaupt, Geschäftsführerin von nowa Netzwerk für Berufsausbildung. Hier konnte Silvia ihr technisches Geschickausloten. „Der Hubstapler, den wir dort gebaut haben, fungiert heute noch als mein Kleiderständer“.

Sowohl für die Technikwerkstatt als auch für das HTL- Kolleg bekommen die Teilnehmerinnen vom AMS Schulungsbeihilfe und sind versichert. „Die Ausbildung ist eine große Chance, um in Bereichen, wo Frauen traditionell nicht arbeiten, einen besser bezahlten Job bekommen“, weiß Renate Frank vom AMS. Silvia will Konstrukteurin werden, „die Möglichkeiten sind aber vielfältig.“

Übrigens: Heute haben die Studentinnen einen Test in Maschinenelementen. Also, Daumen halten.

 

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