Was wir unter Gender Mainstreaming verstehen …
Gleichstellung ist das Ziel. Gender Mainstreaming ist der strategische Ansatz, dieses Ziel in allen Politikbereichen, in allen Handlungsfeldern und auf allen Ebenen zu verfolgen. Gender Mainstreaming ist eine innovative und nachhaltige Top-Down-Strategie, eine Methode zur Identifizierung des Handlungsbedarfes mittels systematischer Berücksichtigung der Dimension Gleichstellung von Frauen und Männern in allen Bereichen.
Ausgangspunkt, diese Strategie zu formulieren, ist die Erkenntnis, dass man – um Ungleichstellung zwischen Geschlechtern zu beseitigen – diese zunächst einmal erkennen muss. Gender Mainstreaming berücksichtigt beide Geschlechter als Betroffene. Die Herausforderung besteht darin, nicht zu stereotypisieren, d.h. Männer und Frauen NICHT als homogene Gruppen zu betrachten.
Gender Mainstreaming setzt vielmehr zwei Unterscheidungen voraus:
1. Die Unterscheidung zwischen Frauen und Männern
Die geschlechtsspezifisch verschiedenen Auswirkungen ein und desselben Tuns erklären sich aus den unterschiedlichen Situationen, Lebenserfahrungen, Interessen und Bedürfnissen von Frauen und Männern. Diese Gemeinsamkeiten innerhalb der Geschlechter leiten sich aus den Gender-Rollen ab.
2. Die Unterscheidungen innerhalb der Gruppe der Frauen und Männer
Daneben finden sich aber innerhalb jeder Gruppe vielfältige und unterschiedliche
Lebenssituationen und Bedürfnisse. Eine differenzierende Analyse soll den Blick auf
Bedingungen und Interessen lenken, die nicht mit gängigen Geschlechterstereotypen
übereinstimmen. Nicht nur Behinderung, auch Alter oder das persönliche Umfeld haben
großen Einfluss.
Wie wir Einführung von Gender Mainstreaming verstehen
Einführung von Gender Mainstreaming geht immer mit einem Organisationsentwicklungsprozess einher. Es müssen nicht nur Bedingungen geschaffen werden, die für geschlechterbezogene Perspektiven sensibilisieren, sondern Strukturveränderungen vorgenommen werden.
Wie wir den Kompetenzaufbau im Gender Mainstreaming Prozess positionieren
Gender Mainstreaming umzusetzen bedeutet, einen Veränderungsprozess in Gang zu bringen. Um zu gewährleisten, dass die handelnden AkteurInnen ihre (neuen) Aufgaben wahrnehmen können, bedarf es eines Kompetenzaufbaus auf allen Ebenen. Wir setzen beim Kompetenzaufbau auf Maßschneiderung. Alle AkteurInnen einer Organisation brauchen Informationen über die Strategie, um dem gleichen Prinzip folgen zu können. Hier erfolgt die Maßschneiderung über Settings und Methoden.
Alle weiteren Kompetenzaufbau-Maßnahmen werden so gestaltet, dass die handelnden Personen das für ihren individuellen Aufgabenbereich relevante Know-how zur Umsetzung von Gender Mainstreaming aufbauen.
Kontakt:
Karin Puchas
nowa Genderkompetenzzentrum
0316/482600-11, 0650/4826001











